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Die Zeitlosigkeit von Bild und Musik

Compagnon ist eine Marke für kreative Köpfe. Hier stellen wir euch einen dieser kreativen Köpfe vor, der nicht nur der Fotografie, sondern auch der Musik und der Nostalgie verfallen ist. Daniel Wanders berichtet über seine Tour durch Deutschland, auf der er viele interessante Menschen getroffen und fotografiert hat. Seine großartigen Ergebnisse dürfen wir euch hier präsentieren. 

 

In den letzten Jahren hat der Verkauf von Schallplatten wieder kräftig angezogen. Tot war er allerdings nie! Einerseits erliegen Nostalgiker dem unvergleichbaren Charme knisternder Tonspuren, zum anderen sind um das „schwarze Gold“ längst Sammlerkreise gewachsen, deren „Nuggets“ heiß begehrt sind und weltweit hoch gehandelt werden. All jenen Vinylfetischisten wollte ich mein neues Fotoprojekt widmen. Wer sind die verrückten Sammler die teilweise seit mehr als 30 Jahren längst vergessenen Schätzen hinterherjagen?

Natürlich sollten es nicht einfach nur Porträtfotos werden. Ich wollte zwar den Menschen zeigen und das Funkeln in den Augen, wenn diese Enthusiasten einen Ihrer Schätze aus der längst vergilbten Hülle ziehen. Aber genauso wichtig war das Setting. Wie leben diese Nostagieliebhaber? Wie verstauen Sie die Tonnen von Vinyl in ihrer Wohnung?

 

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Die erste Auswahl an Kandidaten fiel mir ziemlich leicht. Da ich selbst zu diesen Nerds gehöre, waren genug Kontakte für den ersten Trip vorhanden. Der Sommerurlaub war reserviert, mein backback 2.0 gepackt und schon konnte es los gehen.

Meine Reise führt mich zunächst in die Schweiz zu Peter Wermelinger. Dieser beeindruckende Mann arbeitet seit mehr als 30 Jahren kontinuierlich an seinem „Funky & Groovy Music Lexikon“. Sein Buch dokumentiert all die Sigles und LPs, die funky und groovy sind, sprich die ultimative Enzyklopädie für jeden Soul & Funk Sammler. Er erzählt mir aus den Zeiten, in denen es noch keine Scanner gab. In der ganzen Welt musste er herumreisen, um an Bilder der LP Cover und Labels zu kommen. Er berichtet, wie er die Fotos in mühevoller Kleinarbeit ausgeschnitten, aufgeklebt und für den Druck aufbereitet hat. Heute geht das natürlich viel einfacher. So ist es für mich umso faszinierender in Peters Keller die Druckvorlagen für die erste Ausgabe des Lexikons in den Händen zu halten.

 

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In München treffe ich Jan Weißenfels, aka J. J. Whitefield, den Älteren der beiden Brüder, die gemeinsam in den frühen 90ern die „Peots of Rhythm“ gegründet haben. Jan ist Vollblutmusiker, tourt gerade mit „Funky Rob“ aus Ghana und hat daher einen straffen Terminkalender. Nichts desto trotz verbringen wir den Nachmittag im Musikstudio der Poets in Downtown München, sinnieren über die Entwicklung der Sammlerszene und Jan erzählt mir von seinen frühen Trips in die USA zum Platten „diggen“. Nach ein paar Studio-Shots geht es quer durch München zu ihm nach Hause. Jan nimmt es mir nicht übel, als ich ihm den Titel „alter Hippie“ verleihe. Wir sind zwar ungefähr im gleichen Alter, doch das ist was mir sofort einfällt, nachdem er für die Fotosession seinen Bühnenponcho angelegt hat. Und genau das ist er. Durch und durch. Daher gefallen mir die entstandenen Bilder umso mehr.

 

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Weitere Stationen in München sind Tobias Kirmayer von Tramprecords und Florian Keller. Mit Tobias verbindet mich seit Jahren eine innige Freundschaft, gemeinsam haben wir die Feeling Nice Compilation rausgebracht. Gemeinsam mit Hermann Jahn treffen wir uns regelmäßig in München um uns die neusten Errungenschaften an raren, unbekannten Scheiben vorzuspielen. Ein Austausch, der mich persönlich seit Jahren geprägt hat, daher war es mir besonders wichtig eine unserer Musiksessions auf Bild festzuhalten. Hermann Jahn ist sicher einer der unbekanntesten Sammler in Deutschland, auf der Straße würde man ihn definitiv auch nicht als solchen identifizieren. Doch er ist auch einer der Urgesteine. Von den Engländern wird er voller Anerkennung nur „Herman the German“ genannt. Florian Keller wohnt in einer ehemaligen Metzgerei, sicherlich die ungewöhnlichste, aber für eine Fotosession perfekt geeignete Wohnung. Im hintersten Zimmer stapeln sich die Platten gut sortiert bis unter die Decke, Florian führt mich durch seine mehr als 30jährige Sammlergeschichte, von A bis Z. 

Ein weiterer Stopp auf der Tour ist Köln, wo ich selbst fast zehn Jahre gewohnt habe. Es freut mich all die Gesicherter von damals zu sehen, die alten Zeiten aufleben zu lassen und bei gutem Kaffee und dem Geruch von antikem Papier in den Vinylgrüften von Matt Fox und Karsten John zu stöbern.

 

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Natürlich nutze ich die Zeit neben den Shootings bei Traumwetter um die Stadt zu erkunden, Streetfotografie gehört ebenso zu meiner Leidenschaft des Fotografierens. Die neuen U-Bahn-Stationen der Stadtbahn stellen sich als perfekter Fotospot heraus. So streife ich mit meinem Backpack auf dem Rücken durch meine ehemaligen Viertel der Domstadt. Ein Elektroroller bringt mich auf die andere Rheinseite, die „Schälsick“, wo einer meiner Lieblingsspots auf mich wartet, der alte Deutzer Hafen. Die perfekte Gelegenheit auch mal mein Baby und treuen Begleiter zwischen alten Bahngleisen, Zugwagons und Eisenbahnkränen in Szene zu setzten, den Backback 2.0 ganz in Schwarz. 

 

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Köln hinter mir gelassen, nimmt mich Berlin bei ebenso sonnigem Wetter in Empfang. Also gleich wieder auf Foto-Safari und nach einem ausgiebigen Streifzug durch die Stadt laufe ich zu Hause bei Marc Hype ein. Marc sammelt nicht nur seit Jahren, er ist auch ein wahrer Künstler an den Plattenspielern. Mit seinem Label Dusty Donuts hat er sich ganz den kleinen 7 Inch Singles verschrieben. Viel Zeit für einen Plausch bleibt nicht, er hat Termine und auf mich warten bereits Hendrik Irmscher, Christian Göbel und Marc Forrest. Die Drei versorgen seit Jahren Berlins Underground mit dem besten Sound an Soul, Funk und Rhythm & Blues, Marc’s Hip City Soul Club feierte dieses Jahr 29-jähriges Jubiläum.

 

Die letzte Station meiner zweiwöchigen Tour ist Hamburg. Hier warten ebenso viele Vinyl-Freunde auf mich, doch die letzten zwei Tage sind ganz für mich und meine Kamera reserviert. Der Hafen, die Backsteinfassaden der Speicherstatt und nicht zuletzt die Elbphilarmonie bieten nach den Portraitsession nochmal die perfekten Spots für Architektur- und Streetfotografie. Und so streife ich mit Backback auf dem Rücken bis tief in die Nacht hinein durch Hamburgs Straßenzüge. Nach einer Nachtsession kann ich den Sonnenaufgang vor der Rückfahrt leider nicht mehr wirklich geniessen, für ein gutes Foto präsentiert er sich aber zur Heimreise in allerbester Form. Am Ende bin ich froh wieder in Freiburg anzukommen.

 

Zwei Wochen lang unterwegs, Fotosessions von früh morgens bis teilweise spät in die Nacht. In den Städten meist zu Fuß, mit der Straßenbahn oder per Elektroroller unterwegs. Da war es wichtig, dass mein Equipment immer griffbereit und dennoch gut verstaut bei mir war. Ersatz Akkus, mein Laptop, Speicherkarten, Ladekabel und, und, und… nicht zuletzt waren immer mindestens zwei Kameras bei mir. Dank meines backpacks kein Problem, auch nicht bei solch einem langen Trip. Schön zu wissen, dass man sich auf seinen Reisebegleiter verlassen kann, denn der nächste Trip wartet schon. Vinylliebhaber gibt es in der ganzen Welt. Nächster Stopp: UK…

 

 

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