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compagnon der Inspiration - Teil 18: Matt Granger

Matt ist eine Legende in der YouTube Fotografie-Community. Wenn Du etwas über neue Technik und Ausrüstung lernen möchtest, ist Matt's Kanal wohl die beste Anlaufstelle. Obwohl Matt ein international begehrter Tutor, Lehrer, Tester, Fotograf und Künstler ist, hat er sich die Zeit genommen um uns für ein Interview zu treffen. Wir freuen uns, das neueste Mitglied des compagnon Ambassador Teams zu begrüßen: Matt Granger

compagnon: Schon vor vielen Jahren galt immer, wenn man selbst mittels YouTube etwas über Fotografie dazulernen wollte, abonnierte man den Kanal von ’That Nikon Guy’ und war mit vielseitigen Inhalten gut versorgt. Wie kam es dazu, dass Du diesen Weg gegangen bist und dein Wissen auf YouTube teilen wolltest? Was hat sich, deiner Meinung nach seit damals, vor fast einem Jahrzehnt, verändert?

Matt Granger: "Ist das schon so lange her? Wow! *lacht* Zuerst, der [Account] Name - Ich habe mir meine Ausrüstung angeschaut und eine Menge Nikon Logos gesehen. Ich habe mich direkt für den Namen entschieden, als ich den Account eröffnet habe. Ich habe mein erstes Video gefilmt und hochgeladen, in dem Gedanken, dass mir vielleicht ein paar Nikon-Nutzer folgen würden. Der eigentliche Impuls für den Kanal war etwas naiv. Ich hatte damals eine Kameratasche online gesucht und ein Review dazu gesehen. Da dachte ich mir: "Ha! Jemand hat ein Video über eine Tasche gemacht. Das mache ich auch, wenn meine ankommt."
Dieses erste Video gibt es noch immer auf meinem Kanal... Natürlich hat sich die Qualität meiner genutzten Produkte und wohl auch die Qualität meiner Videos seit damals stetig verbessert. Und was hat sich sonst getan? Vieles. Ich lebe jetzt in New York, verbringe jeweils das halbe Jahr auf Reisen, kollaboriere mit netten, kreativen Menschen und auch meine Kamerataschen sind jetzt die stylishsten und hochwertigsten die es gibt."

compagnon: Manche deiner Zuschauer realisieren vielleicht nicht, dass Du in Wirklichkeit Australier bist und kein US Amerikaner. Du hast auch viel Zeit in Asien verbracht. Jetzt ist New York City deine Wahlheimat, wie kam es dazu? Außer wenn ein direkter Auftrag dich anfordert, wie entscheidest Du wohin dich deine Reisen als nächstes führen?

Matt Granger: *lacht* "Ach wirklich? Dann schauen diese Follower meine Videos wohl ohne Ton. Die meisten Menschen erkennen schnell, dass ich Australier bin. Aber New York habe ich gewählt weil, naja... es ist New York. Ich liebe diese Stadt. Hier gibt es keine Entschuldigung dafür gelangweilt oder unmotiviert zu sein. Hier gibt es so viel Energie und so viele Möglichkeiten. Es ist viel schwieriger in New York an etwas Ruhezeit/Freizeit zu denken.
Für gewöhnlich bestimmen mehrere Faktoren meine Entscheidung, wohin ich als nächstes reise: Ich habe immer Hummeln im Hintern wenn es ums Reisen geht, ich liebe es. Also zumindest liebe ich es, an einem neuen Ort zu sein. Der Reiseweg selbst, macht mir meist weniger Freude. Im Idealfall zieht es mich an einen Ort, den ich unbedingt entdecken möchte, wo ich Kundenaufträge erfüllen kann oder ich Erkundung und Nachforschungen für zukünftige Fototouren erledigen kann. Und meistens klappt das auch, denn die Orte an die es mich als Fotograf zieht, sind meist auch die Plätze, an denen eine sich eine Fototour immer anbietet. Gerade erkunde und erarbeite ich Laos, die Mongolei und Kuba."

compagnon: Das klingt sehr spannend. Deine Touren und Workshops erfreuen sich ja auch großer Beliebtheit. Bekommst Du je das Gefühl du unterrichtest mehr als es dir möglich ist, selbst den Auslöser zu drücken? Machst Du dir Gedanken über deinen eigenen Stil oder vermisst Du es sogar, selbst öfter mit der Kamera kreativ sein zu können? Funktioniert die kreative Arbeit für dich noch immer so, wie es an deinen Anfängen noch war?

Matt Granger: Sehr gute Frage, diese Schwierigkeit begegnet jedem in diesem Tätigkeitsfeld, wenn man den Schritt von der Leidenschaft oder dem Hobby zum Beruf machen möchte. An einem Punkt werden die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden wichtiger als die eigenen. Auch auf meinen Touren sind meine Teilnehmer & Gäste meine erste Priorität. Ich verwende meine Zeit drauf sicherzustellen, dass sie ihre Wunsch-Aufnahmen bekommen, dass alles glatt läuft und alle unvermeidlichen Problemchen sorgsam gelöst werden. Wenn ich dabei Zeit habe, selbst etwas zu fotografieren, dann freue ich mich darüber aber es ist nicht mein eigentliches Ziel auf diesen Reisen. Daher ist es natürlich richtig, dass meine besten Aufnahmen jeweils von den ersten Erkundungsreisen in das entsprechende Land stammen. Dabei habe ich mehr Zeit um ein paar Shots für mich zu machen. Was meinen Stil und meine Kreativität angeht, natürlich ist das jetzt schwieriger geworden, ich muss mir Zeit zum Fotografieren für mich extra freihalten, neben YouTube, Kunden und Promotion. Ich arbeite auch an Projekten, die mit meiner persönlichen Passion zu tun haben, von welchen ich mir ein paar Shootings jeden Monat gönne.

compagnon: Deine Community hat dich schon aktiv in fast jedem Genre der Fotografie gesehen, von Sport, Portrait, Landschaft, Wildlife und vieles mehr. Oftmals kombinierst Du diese Exkursionen mit einer empfehlenswerten Ausrüstung für den Zweck und testest die Teile nebenbei. Wenn man die beschränkte Zeit bedenkt, die Du für deine eigene Fotografie aufbringen kannst, würden wir gern wissen welche Fotoshoots dir besondere Freude machen.

Matt Granger: Auf diese Frage hätte ich zwei Antworten. In erster Linie arbeite ich regelmäßig an meiner Akt-Fotografie. Natürlich erlaubt Social Media nicht, diese Ergebnisse mit der Community sinnvoll zu teilen. Zudem arbeite ich gerade an zwei neuen Büchern und einer Ausstellung in New York. Außerdem bin ich eigentlich ein etwas introvertierter Mensch, ich brauche private Ruhezeit für mich um meine Batterien aufzuladen. Ich genieße es sehr, allein in einer neuen Gegend (bevorzugt einer Stadt) spazieren zu gehen. Dabei fotografiere ich Szenen, Menschen oder Gebäude, die mich inspirieren.

compagnon: Man könnte schätzen, dass Du mindestens die Hälfte aller Kameras und Linsen getestet und reviewt hast, die in den letzten 10 Jahren auf den Markt kamen. Zu Anfang schienst Du noch eng mit Nikon verbunden zu sein. Ist deine Lieblingskamera heute, egal ob für einen professionellen Auftrag oder deine persönliche Freizeit auch noch eine Nikon? Fällt es dir leicht, bei neuer Ausrüstung noch immer Feuer und Flamme zu sein?

Matt Granger: Eigentlich hatte ich ursprünglich mit Kodak angefangen *lacht*. Das weiß nur kaum jemand. Es waren Sofortbildkameras von meiner Großmutter. Dann habe ich auf der Olympus SLR meines Vaters mehr über das Fotografieren gelernt. Meine erste eigene, richtige Kamera war eine Yashica SLR. Als dann die Digitalisierung bei den Kameras folgte, hatte ich ein paar Olympus DSLRs bevor ich zu Nikon umgestiegen bin. Auch heute shoote ich in erster Linie auf Nikon. Aber ich habe dennoch auch Sony Kameras in meinem Arsenal, ich benutze auch noch immer meine Hasselblad 503CW sehr gern und habe zudem eine digitale Hasselblad X1D um für mich zu fotografieren.
Was die Begeisterung angeht - ich bin ganz ehrlich noch immer ein Technikfan. Mein Spitzname in der Jugend war 'Inspector Gadget', denn ich musste immer das neueste Handy, die neueste Kamera oder was auch immer haben. Auch wenn ich heute das Ganze klarer und aufgeklärter sehe, die Reaktion der Community abschätzen kann, begeistert es mich noch immer, neue Teile kennenzulernen und neue Features auszuprobieren.

compagnon: Mit dieser Menge an beeindruckendem Wissen über Technik und Ausrüstung befindet sich in deiner Kameratasche zweifelsohne exquisites Material, egal für welchen Zweck du fotografierst. Wir würden gern erfahren, ob es in deiner Kameratasche auch ein ungewöhnliches Teil gibt, welches nicht jeder gängig bei sich hat. Sei es aus praktischen oder sentimentalen Gründen.

Matt Granger: Hier habe ich nur eine langweilige Antwort: Nein. Ich packe meine Tasche explizit für den jeweiligen Tag oder eine bestimmte Reise und lade ein, was ich unbedingt brauche. Was ich allerdings in jeder Tasche bunkere sind Visitenkarten, denn von diesen habe ich nie genug im Geldbeutel.

compagnon: Wenn wir schon beim Thema Visitenkarten und Geschäftsbeziehungen sind: Dein Name steht in der kreativen Industrie mittlerweile für eine Institution. Gibt es dennoch andere Fotografen oder kreative Künstler, die dich inspirieren und deren Arbeit du bewunderst und/oder besonders schätzt?

Matt Granger: Natürlich. Da gibt es so viele! Kreative Fotografen, Filmemacher, Storyteller, strategische Business-Trainer oder auch meine Schüler und Kursteilnehmer inspirieren mich. Der letzte Punkt erscheint vielleicht etwas überraschend aber wenn ich meine Schüler sehe, entweder bei einem persönlichen Workshop, wenn sie die Lektion begreifen und umsetzen, den Schritt auf das nächste Level schaffen, oder wenn ich sehe wie sich die Arbeit eines Online-Teilnehmers weiterentwickelt und stetig verbessert, das ist unheimlich inspirierend. Das ist womöglich der beste Teil an meiner Arbeit. Ich bin gewöhnlich umringt von kreativen, dynamischen Menschen und das motiviert mich sehr.

compagnon: Das bestätigt letztlich, dass Du zum Lehren und Führen deiner Schüler geschaffen bist und ihnen auf das nächste Level helfen kannst. Du hast dir dafür den Bereich der Fotografie ausgesucht, was dich unter anderem zu dem Treffen mit uns heute geführt hat. Wir wissen es zu schätzen, dass Du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Vielen Dank. Wir wünschen dir für deine kommenden Projekte und Pläne viel Erfolg. Da du bei den Reisen und dem Arbeiten mit deinen compagnon Produkten immer sehr zufrieden scheinst, freuen wir uns außerdem über deinen Beitritt zu unserem Ambassdor Team. Alles Gute, Matt.

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