compagnon hand-made camera bags for creatives

compagnon der Inspiration – Teil 12:
Max Leitner

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Dieses Mal ist unser Besuch gerade
frisch aus dem Flieger gestiegen. Max befindet sich in der glücklichen Lage,
für viele Instagram Nutzer das bevorzugte Fenster zu einer der fotogensten Städte
der Welt zu sein: Chicago. Max ist in Deutschland geboren und aufgewachsen,
vor einigen Jahren tauschte er Baden-Württemberg gegen seine neue Wahlheimat
an der Ostküste. Nun ist er zurück und brannte darauf, schnellstmöglich bei uns
im Store vorbeizuschauen. Klar, dass wir ihn gern empfangen:

 

compagnon der Inspiration“ – Teil 12 

Max Leitner

Kurzportrait

Max‘ Fotografie befasst sich mit urbanem Leben und Lifestyle. Diese Themen stecken in Chicago quasi in jeder Pore. So dauerte es auch nicht lange, bis er auf den compagnon backpack aufmerksam geworden ist. Seine Fans, Kunden und Follower genießen seinen Style und seine Impressionen. Dass sich Max für 2016 vorgenommen hat, sich auf Genres wie Adventure und Reise-Fotografie umzuorientieren, eröffnet ihm neue Möglichkeiten und neue Horizonte. Um diese zu erobern, hat er sich natürlich nur einen bestimmten Begleiter ausgewählt: Seinen backpack.

 

compagnon: Hallo Max, du bist hoffentlich gut gelandet. Wir freuen uns, dass du direkt bei uns zu Gast bist, wo dich Deutschland doch gerade einmal ein paar Tage zurück hat. Wie fühlt es sich an wieder hier zu sein? Ist doch eine ziemliche Umstellung zum Leben in Chicago, oder? Sicher auch aus künstlerischer Sicht…

Max Leitner: Ich freue mich hier zu sein. Ich würde sagen der größte Unterschied ist das Rauschen der City, das gehört in Chicago einfach dazu. Seinen eigenen Atem hören zu können ist schon echt nett, neben den Vögeln und dem Wind in den Bäumen. Abgesehen davon gibt es hier weit bessere Brezel und Würstchen, allerdings fehlt mir die Größe der Dinge um mich herum etwas. Was die Inspiration angeht, bin ich froh, mich in einem neuen Umfeld zu bewegen und mich auf mehr Bäume und weniger Zement einzuschießen. Warten wir doch einfach ab, was die nächsten Monate bringen, oder?

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compagnon: Auf jeden Fall. Hier oder dort hängst du an deinem backpack. Deine Begeisterung für diesen compagnon hat im Gegenzug uns total begeistert. Was transportierst du damit? Hast du Umgepackt, seit du zurück nach Deutschland gereist bist?

Max Leitner: Einen Weitwinkel und eine Normalbrennweite muss ich immer dabei haben, zusätzlich zu meiner Hauptkamera, einer D810, natürlich. Ob ich nun plane Portraits zu shooten oder ein Stadtpanorama, ich möchte immer und zu jedem Zeitpunkt vorbereitet sein. Gerade wenn ich reise. Dafür gibts die heilige Dreifaltigkeit der Nikon Objektive: Das 14-24mm, 24-70mm und das 70-200. Zusätzlich habe ich dann ein oder zwei lichtstarke Objektive dabei. Besonders mein 50mm 1.4. Meine Ersatz-Kamera ist auch immer mit von der Partie. Ach ja, und mein Stativ sowieso.

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compagnon: Das ist ja ne Menge Glas. Dir ist gute Ausrüstung also sehr wichtig. Wie wählst du aus was du benutzt?

Max Leitner: In erster Linie gehe ich nach Zuverlässigkeit, sensorischer Nutzererfahrung und Verarbeitungsqualität. Gute Ausrüstung ist entscheidend. Womöglich spricht da der deutsche Ursprung aus mir. Ich schätze das Beste vom Besten. Für mich ist es maßgeblich, Ausrüstung zu haben die mich für jede beliebige Situation vorbereitet in die ich mich begeben möchte. Ausrüstung die nicht verlässlich funktioniert kann nicht nur nachteilig für dich selbst sein sondern auch für die Menschen, die ihre Zeit und Geld in dich investieren. Tolles Equipment wird von Menschen gemacht, die ein Verständnis dafür haben, wie gewisse Dinge funktionieren sollen. Ob es dabei um eine Kamera oder eine Transportlösung geht.

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compagnon: Lass uns die Technik mal etwas bei Seite schieben und statt dessen auf deine Fotos schauen. Du hast einen modernen Stil. Natürlich sehr urban. Viele kreative Personen versuchen diesen Look selbst zu perfektionieren. Stammt dieser Stil aus deiner Persönlichkeit oder hat sich dir dieser Look in Chicago einfach angeboten?

Max Leitner: In letzter Zeit waren meine Bilder eher etwas düsterer. Ich habe einmal Nachbearbeitung für den Print gemacht, wie am Fließband. Vielleicht habe ich es deshalb als schön empfunden, mich auf gewisse Farbtöne und die Bildstimmung konzentrieren zu können. Strahlend helle Motive gibt es überall aber ich bevorzuge eine Gewichtung auf Mitten und dunkle Töne. Womöglich kommt da meine Freude am Editieren wieder durch. Mit dunklen Schatten lässt sich einfach mehr machen. Das ist eine Transformation. Chicago als meine ehemalige Homebase hatte auf das Ganze großen Einfluss. Aber der eigene Stil sollte bei jedem Fotografen progressiv sein. Ich bin gespannt, wie sich meiner in den kommenden Jahren entwickelt.

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compagnon: Zum Thema Stil ist für einige Leser sicher interessant, ob du durch deine gemachten Erfahrungen einen Tipp hättest, mit dem ein Hobbyfotograf seine eigenen Bilder verbessern könnte?

Max Leitner: Shoote jeden Tag. Fehlende Zeit ist keine Entschuldigung. In jedem Moment gibt es reichlich Dinge, die man fotografieren kann. Wenn man zeichnet, gewinnt man mit jedem Kilometer gezogener Linie an Können. Bei der Fotografie ist das nicht anders. Schieb‘ es nicht auf Andere oder sogar auf deine Ausrüstung, wenn gute Fotos ausbleiben. Gute Fotografie wird in deinem Auge gemacht. Und dein Blick wird besser, wenn er geschult wird. Zudem kann man die Komposition, Licht und Farben entschlüsseln, die man bei großen Legenden findet.

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compagnon: Das spricht sicher einige Leser an. Uns selbst auch. Wir schaffen es selbst nicht, täglich mit unseren Kameras unterwegs zu sein. Beim Vorhaben jeden Tag ein super Foto zu schießen, kann man nicht besonders wählerisch sein, was Tageszeit und Licht angeht. Wie gehst du damit um?

Max Leitner: Es gibt so viele Arten von Licht. Ich persönlich bin ein Fan der ersten Stunde nach Sonnenaufgang bzw. der Stunde vor Sonnenuntergang. Lange Schatten, warmes Lichtspektrum, irgendwas daran vermischt fotografische Qualität mit Emotion. Ich liebe es, wenn die Stimmung einfach passt. Andererseits ist ein texturenreicher, wolkiger Tag auch zur Mittagszeit super. Oder bei Nebel. Ich bevorzuge ‚available light‘ aber zu wissen wie man Licht im Studio setzt, ist für mich auch grundlegend wichtig.

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compagnon: Du hast vorhin kurz die Legenden und großen Fotografen unserer Zeit erwähnt. Was macht diese Legenden für dich aus? Abgesehen von ihrem Ruf und der Bekanntheit. Welche drei Eigenschaften muss jeder Fotograf mitbringen, der ambitioniert ist sich so einen Ruf zu erarbeiten? Was denkst du?

Max Leitner: Auf den Punkt: Ausdauer, Fehlertoleranz, Motivation. Neben den gängigen Kenntnissen von Kameraeinstellungen, Komposition und Nachbearbeitung.

 

compagnon: Sind das auch die Qualitäten, die du unter Beweis stellen musstest, als du dein bislang wichtigstes Bild geschossen hast? Gibt es so eins für dich?

Max Leitner: Mein denkwürdigstes Foto ist das, das ich noch nicht geschossen habe. Ich weiß, das klingt sehr nach Cliché. Ich kann mich schon für die Aufnahmen in meinem Archiv begeistern und auch für die ganzen Erinnerungen, die damit verbunden sind. Nichts desto trotz möchte ich immer besser werden.

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compagnon: Du hast dich vorhin sehr für unsere Werkbank und die ganzen Materialien interessiert. Woher kommt das? Eine zweite Liebe neben der Fotografie?

Max Leitner: Wenn ich nicht am Fotografieren bin, rase ich mit meinem Mountainbike einen Single Trail runter oder bastle in einer Holz- und Metall-Werkstatt. Dinge zu bauen, aus dem Nichts zu erschaffen, macht mir Freude.

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compagnon: Dann verstehst du ja besonders gut, wie leidenschaftlich wir an unseren Produkten arbeiten und uns Neues überlegen. Danke, dass du uns besucht hast Max. Wir wünschen dir für deine kommenden Monate in Europa viel Spaß und Erfolg. Du bist hier jederzeit gern willkommen. Alles Gute!

 

Die Bilder in diesem Beitrag wurden uns von Max Leitner zur Verfügung gestellt.
Die Aufnahmen sind urheberrechtlich geschützt. Die alleinigen Rechte liegen bei Max Leitner.
Mehr von Max auf Instagram und seiner Website

This interview is a translated version. The original English interview available here.