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compagnon der Inspiration – Teil 3: Marc Wiegelmann

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Sich etwas Inspiration bei Künstlern zu holen, die interessante Dinge finden & erschaffen,
das schadet nie.
Darum bringen wir euch nun in regelmäßigen Abständen ein Feature über einen Fotographen,
der uns mit seiner Arbeit begeistert und/oder inspiriert.
Diese Künstler sind Profis, Halbprofis oder Amateure, stammen aus verschiedensten Ecken der Welt
und arbeiten in wieder anderen.
Und sie standen für compagnon in einem kurzen Interview Rede & Antwort.
Und noch etwas haben sie alle gemeinsam:
Sie haben großes Talent und schätzen Begleiter von compagnon.

The interview is also available in English.

Nicht selten erfahren wir von Studiobesitzern,
dass diese die Fotografie möglichst hinter sich lassen,
sobald ihr „Arbeitstag“ vorbei ist. Bei unserem Gast in
dieser Woche ist das ganz anders. Er lässt die Fotografie nie links liegen.
Heute sitzen wir bei einer Tasse Kaffee mit

compagnon der Inspiration“ – Teil 3

Marc Wiegelmann

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Kurzportrait

Marc Wiegelmann ist in einer Stadt geboren, in der dank Touristenströmen aus Asien wohl mehr Fotos geschossen werden als in einer anderen Stadt gleicher Größe. Der Region Rhein-Neckar ist er noch immer treu denn er betreibt mit Freunden ein Studio in Mannheim. Außerhalb des Studios trägt ihn seine Fotografie auf Hochzeiten, auf Reisen und ebenso durch den Alltag. Ein sport-affiner Outdoor Liebhaber unter den Studio-Nutzern also.

 

compagnon: Hallo Marc, schön dass du bei uns zu Gast bist. Beruflich lichtest du ja eine große Bandbreite von Anlässen ab. Wir fragen uns dabei immer, was Profis wie du privat am liebsten vor der Linse haben. Deckt sich das mit deiner Arbeit oder machst du privat bewusst einiges anders?

Marc Wiegelmann: Um ehrlich zu sein nicht, nein. Ich fotografiere am liebsten Menschen. Daher bin ich auch gern als Hochzeitsfotograf unterwegs. Eine Hochzeit bietet wirklich alle Facetten der Fotografie. Paar-Portraits, Familienbilder, Party-Aufnahmen, Makros (z.B. die Ringe) usw. Zudem sind die Personen meist wirklich gut drauf. Wer hat schon das Glück, immer gut gelaunte Kunden zu haben? Aber Reise-Fotografie liegt mir auch am Herzen, die Reise zu dokumentieren und teile die Erinnerung auch mit Daheimgebliebenen. Eine tolle Sache.

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compagnon: Findest du denn in diesen verschiedenen Anforderungen denn einen Rahmen der deinen persönlichen Stil beschreibt? Wo finden wir Marc in diesen Aufnahmen?

Marc Wiegelmann: Ich will mir nichts ausmalen, ich glaube einen wirklichen Bildstil, an dem man meine Bilder wiedererkennen könnte, habe ich (leider) nicht. Ich finde es erstaunlich, wenn man einen Fotografen an der Sprache seiner Bilder wiedererkennen kann. Ich glaube aber auch, dass nicht viele Künstler das von sich behaupten können. Dafür müsste ich mich womöglich selbst noch mehr finden. Wer weiß :).
Mir ist es wichtig, eine gute Beziehung zu meinem Gegenüber aufzubauen, je besser dieses Verhältnis ist, umso besser sind die Aufnahmen.

 

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compagnon: Da wir schon von den wenigen ganz großen Schöpfern der Kunst sprechen, gibt es für dich ein Idol oder Vorbild zu dem du aufschauen kannst?

Marc Wiegelmann: Diese Frage ist garnicht leicht zu beantworten. Was das reine Bildwerk angeht, stehe ich sehr auf Vincent Peters, Kristian Schuller oder auch Paul Ripke. Aber ein weiterer Fotograf der mich sicherlich sehr beeinflusst hat ist Steffen Böttcher. Weniger was den Stil seiner Bilder angeht, sondern einfach aus menschlicher Sicht. Was für ein krasser Typ. Ich mag sein Wesen und seine Art an Dinge ran und auf Menschen zuzugehen. Seine Art zu Schreiben und eine Verbindung mit seinen Bildern zu schaffen hat mich so sehr begeistert, dass sie mich bis nach Vietnam gelockt haben.
Es gibt aber immer auch junge Künstler deren Arbeit ich verfolge und diese wirklich grandios finde, z.B. André Josselin oder SamAlive.

 

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compagnon: Also ging es mit deiner Ausrüstung schon bis nach Vietnam. Was kam da alles mit? Was hast du heute bei dir?

Marc Wiegelmann: Naja immer dabei hab ich mein iPhone. Aber darüber hinaus hab ich fast immer die Fuji X100T griffbereit. Was Reisen angeht, habe ich, nach vielen Versuchen, auch nur noch die X100T bei mir. Mir reicht die Vielseitigkeit des Weitwinkel-Objektivs der Fuji meist aus. Mittlerweile haben es mir die Canon Festbrennweiten, das 24 und 50mm, aber sehr angetan. Aber vermisst habe ich mit der X100T nur selten etwas. Was meine Taschen angeht, so habe ich, mal ganz ohne Lobhudelei, nurnoch meine compagnons dabei. Mein little messenger trägt die X100T, im großen messenger sitzt die Canon. Dieses Stück Leder an meiner Seite wollte ich nicht mehr missen.

 

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compagnon: Das hören wir natürlich gern. Bevor die Fuji, die Canon und deine compagnons zu dir gefunden haben, womit ging es da für dich los mit der Fotografie?

Marc Wiegelmann: Mein Startpunkt war eine alte Canon T70, ein Geschenk von meinem Vater vor vielen Jahren. Ein Anfang in der analogen Fotografie. Die Aufnahmen wurden als Dias entwickelt, damals noch mit Trommelscannern digitalisiert und in Photoshop 3.0 bearbeitet. Ich muss wirklich ständig knipsend durch die Gegend gerannt sein. Gerade archiviere ich alte Fotos und ich war perplex wie viel ich in meinem bisherigen Leben schon fotografiert habe.

 

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compagnon: Von deiner eigenen Massenproduktion mal abgesehen *Gelächter*, auf was bist du heute besonders stolz?

Marc Wiegelmann: Puuuh, das ist nicht einfach. Ich glaube, am meisten bin ich stolz drauf, dass es Menschen gibt die mir die Aufgabe anvertrauen, ihre Hochzeit zu fotografieren. Ich denke darüber nicht mehr so viel nach wie zu Anfang aber es ist eigentlich schon verrückt. Immerhin stehen meine Bilder dadurch auch noch in Jahrzehnten auf dem Nachttisch oder hängen im Wohnzimmer. Ein krasses Gefühl. Diese Begegnungen mit wunderbaren Menschen deren glücklichsten Tag ich begleiten kann, das ist ein großes Glück.

 

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compagnon: Wenn du dir für die Zukunft in deiner Profession etwas wünschen könntest, wäre es ein nie endender Strom an Hochzeiten, oder gibt es da noch etwas?

Marc Wiegelmann: Eine wirklich gute Frage. Gerade liege ich etwas im Clinch mit der Fotografie. Im Leben eines Fotografen gibt es immer mal wieder Meilensteine und Durststrecken. Man hängt an der einen oder anderen Stelle fest, man vermisst die Motivation oder die Inspiration. Das muss man überwinden um selbst mit der Fotografie zufrieden zu sein. Und mich muss sie eben glücklich machen. Was sie tut. Aber auf den Punkt, an dem ich versuche von ihr zu leben, muss ich erst noch kommen. Ich lasse mich mal überraschen.

 

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Alle Aufnahmen wurden uns von Marc Wiegelmann zur Verfügung gestellt und
unterliegen dem Urheberrecht
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