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compagnon der Inspiration – Teil 13: Jan Kaya

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Unser Gast des Monats macht die Fotos
eines echten Vollblut-Schweizers. Die Vorraussetzungen, die ihm die Alpen bieten,
nutzt er derart geschickt für seine fotografische Kunst, dass man seine Wurzeln in der Türkei
und den Philippinen nicht vermuten würde. Als uns sein erster Schnappschuss von seinem backpack
aufgefallen ist, waren wir uns sicher, dieser junge Kerl hat bestimmt noch mehr aufsehenerregende
Überraschungen in petto. Grund genug uns einmal mit ihm die Zeit für ein Gespräch zu nehmen:

 

compagnon der Inspiration“ – Teil 13

Jan Kaya

Kurzportrait

Jan ist 23 Jahre jung, leistet gerade Zivildienst und lebt in Basel, wenige Minuten von der ungestörten Natur entfernt. Durch seine eigene Herkunft trägt er eine große (Welt)Offenheit in sich, hat sich aber eine auffällige, typisch schweizerische Bescheidenheit angeeignet. Als er uns berichtet, wie akribisch er das Post-Processing für seine Aufnahmen durchführt, dabei skandinavische Musik von Künstlern hört, die uns noch nie zu Ohren gekommen sind und uns nebenbei um einen Chai Tee bittet, sind wir uns sicher, dass es heute in Birkenfeld nicht internationaler werden kann. Auf seiner Schulter hängt mit dem backpack ein wohl bekanntes Stück europäische Wertarbeit. Zeit uns seine Bilder anzusehen und seine Story zu hören.

 

compagnon: Hallo Jan, schön dass du es so spontan einrichten konntest. Du hast uns erzählt du möchtest soziale Arbeit studieren und bist bereits ausgebildeter Heilerziehungspfleger. Wie kommst du von diesem sozialen Zweig zur Fotografie? Oder ist das eine strikt Arbeit und das andere die Freizeit?

Jan Kaya: Mit etwa 16 Jahren entdeckten meine Freunde und ich das Skateboarden für uns. Die anderen waren aber immer viel besser als ich, weshalb ich mir dann eine gebrauchte EOS 400D kaufte und anfing meine Kumpanen beim Skaten abzulichten. Damals fotografierte ich zwar schon manuell, hatte aber abgesehen von der Verschlusszeit gar keine Ahnung von der Kamera. Das kam dann alles etwa 5 Jahre später, als ich die ersten Milchstrassen und Landschaftsaufnahmen von den grossen Jungs gesehen habe. Von da an war mir bewusst: Das will ich auch können.

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compagnon: Lustig wie das Leben manchmal spielt. Du bringst offenbar mehr Ehrgeiz fürs Fotografieren als fürs Skaten auf, wenn wir deine aktuellen Aufnahmen so ansehen. Altgediente Kameras in allen Ehren, aber nach einer 400D sehen diese Beispiele nun wirklich nicht aus. Welche Technik ist da mit dir am Werk?

Jan Kaya: Ja das stimmt natürlich. Ich fotografiere seit etwa einem Jahr mit der Canon 6D und bin sehr zufrieden damit. Ehrlich gesagt habe ich meistens alle Objektive dabei, da ich zwar häufig geplante Ausflüge mache, aber auch immer wieder Motive sehe für die ich verschiedene Brennweiten bevorzuge. Immer dabei sind das Canon 16-35mm f4, Canon 70-200mm f2.8, Sigma 35mm f1.4 ART und das Samyang 14mm f2.8. Ein Stativ und Filter für Langzeitbelichtungen und meist noch eine Taschenlampe oder Ersatzakkus. Das ist sicherlich ne Menge, aber säuberlich verpackt in meinem geliebten compagnon backpack geht das klar.

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compagnon: Du hast gerade die geplanten Trips angesprochen. Wo zieht es dich als Künstler besonders hin? Welches sind deine Favoriten bzw. deine nächsten Wunsch-Ziele?

Jan Kaya: Durch das Fotografieren sind mein Trieb für das Reisen und mein Bewusstsein für die Schönheit der Natur wieder erwacht. Manchmal muss man gar nicht weit reisen um tolle Spots zu sehen. Mit der Schweiz als Heimat sehe ich mich da ziemlich privilegiert was die Natur betrifft. Daher bin ich so oft wie möglich in den Alpen oder in der näheren Umgebung unterwegs, geniesse die Zeit mit Freunden und verewige diese kostbaren Momente auf meinem Kamerasensor.

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compagnon: Wenn man deine internationalen Wurzeln bedenkt, hätten wir nicht erwartet, dass deine Antwort so ausfällt. Aber für deine hoch geschätzten Astro-Fotos machen die Alpen natürlich perfekt Sinn. Ist die Schweiz insgesamt für deinen Stil maßgeblich? Was denkst du?

Jan Kaya: Aus meiner Sicht würde ich meinen Stil als verträumt und mystisch definieren. Ich habe einige Zeit gebraucht bis ich einen für mich ersichtlichen roten Faden entwickeln konnte. Inspiriert von Michael Shainblum oder Hannes Becker, habe ich dann versucht etwas Eigenes zu gestalten, das meine Wahrnehmung auf künstlerische Weise visualisiert. Ich bin dabei ziemlich kritisch mit mir selbst, da ich oft genaue Vorstellungen von einem für mich perfekten Foto habe. Mein Portfolio ist generell ziemlich gezeichnet von Nachtaufnahmen, Wasserfällen und Portraits.

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compagnon: Siehst du für dich in diesem Rahmen deines Portfolios noch Entwicklungschancen? Eine neue Richtung oder Erweiterung deiner Kunst vielleicht?

Jan Kaya: In Zukunft möchte ich mit der Kamera gerne noch mehr von der Welt sehen und erleben und mich dabei weiterentwickeln und verbessern. Ich bin ja nicht in der Schweiz festgewachsen. Außerdem interessiere mich zunehmend für das Filmen und Schneiden und möchte dafür gerne mehr Zeit investieren. Letztlich geht es um den Spaß am Leben und an der Fotografie, darum gesund zu bleiben und den Wunsch irgendwann eine Familie zu gründen.

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compagnon: Dieser Plan sollte sicher das ein oder andere Jahr füllen und für Spannung sorgen. Gerade wenn wir an das alpine Höhenwetter denken, kannst du unmöglich jede freie Minute nutzen um im Gebirge zu fotografieren. Gerade weil man ja auch mal Abstand von Blenden und Verschlusszeiten braucht, oder?

Jan Kaya: Ja sicher. Ich verbringe auch viel Zeit mit Musik wenn ich nicht fotografiere. Ich spiele selbst Gitarre und Perkussionsinstrumente, egal ob mit Freunden oder allein kann ich es auch mal krachen lassen. Musik ist ein kreatives Medium für mich, um Emotionen und Gedanken zu vermitteln. Ansonsten bin ich im Winter viel auf dem Snowboard in den Alpen unterwegs. Und seit Kurzem stehe ich wieder total auf Monopoly und Poker.

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compagnon: Dann hoffen wir, dass du weiterhin mit deiner Kunst all-in gehen kannst und deine Visionen ein ums andere Mal auf der Schlossallee landen, du verstehst sicher was wir meinen. Den richtigen compagnon für deine Reise zu neuen Gipfeln und zu den Sternen hast du ja immer bei dir. Alles Gute & Danke für deinen Besuch und die visuellen Eindrücke.

 

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Die Bilder in diesem Beitrag wurden uns von Jan Kaya zur Verfügung gestellt.
Die Aufnahmen sind urheberrechtlich geschützt. Die alleinigen Rechte liegen bei Jan Kaya.
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This interview is also available in a translated English version.