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compagnon der Inspiration – Teil 8: Feyzi Demirel

Playing Kid

Die compagnon Talents sind Profis, Halbprofis oder Amateure,
stammen aus verschiedensten Ecken der Welt
und arbeiten in wieder anderen.
Und sie standen für compagnon in einem kurzen Interview Rede & Antwort.
Zwei Dinge haben sie alle gemeinsam:
Sie haben großes Talent und schätzen Begleiter von compagnon.

Dieses Mal stellen wir euch einen Fotografen vor,
der mit seiner Kamera immer genau dort unterwegs
ist, wo das Leben tobt. Lebhafte Straßen, bunte Persönlichkeiten,
eingefangen in gefühlvollen Bildern in Schwarz & Weiß.

In wenigen Wochen erscheint das erste Fotobuch über seine Streetfotografie.
Bevor es richtig rund geht, nimmt er sich nochmal die Zeit für compagnon.

compagnon der Inspiration“ – Teil 8

Feyzi Demirel

 

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Kurzportrait

Feyzi, 37, ist in Mühlheim an der Ruhr geboren, aufgewachsen und der Stadt bisher auch stets treu geblieben. Er bezeichnet sich als „echt Mölmsche Jung“. Neben seiner Tätigkeit als Manager ist er leidenschaftlicher Fotograf. Auf seinem blog OZ50 präsentiert er gleichermaßen Street Eindrücke aus heimischen und fernen Gefilden als auch Reviews über Technik & Equipment.

 

compagnon: Feyzi, schön, dass du die Zeit gefunden hast. Wenn man sich deine Aufnahmen ansieht, drängt sich die Frage auf, ob du analog oder digital fotografierst. Wofür hast du dich entschieden und warum?

Feyzi Demirel: Beides! Ich liebe die digitale Fotografie, da sie doch so vielen kreativen Menschen die Möglichkeit gibt, ohne eine Ausbildung ihrer Leidenschaft auch beruflich nachzugehen. Gleichzeitig lässt sie uns schneller arbeiten, wenn notwendig. Man sieht schnell seine Ergebnisse, kann bei Bedarf korrigieren oder seine Arbeit sofort teilen.
Dagegen hilft mir die analoge Fotografie, mich noch mehr auf das Fotografieren und meine Motive zu konzentrieren, bewusster zu handeln, zu entschleunigen, gepaart mit einem Bildlook, den man sich bei der digitalen Fotografie erst nachträglich erarbeiten müsste und meistens nicht wirklich hinbekommt.

 

Feyzi Demirel-Interview-4008

 

compagnon: Wenn du schon bei deinem Arbeitsgerät vielseitig unterwegs bist, könntest du dann deinen persönlichen Stil überhaupt einigermaßen beschreiben, oder ist der auch sehr vielseitig? Was von deiner Persönlichkeit steckt denn in deinen Aufnahmen?

Feyzi Demirel: Stand ‚heute‘ würde ich mich in erster Linie als Street Fotograf beschreiben, mit einem Schuss Reisefotografie. Wobei der Mensch bei mir eine zentrale Rolle spielt und mir Fotos ohne Menschen selten gefallen. Innerhalb dieses Rahmens probiere ich viel aus und halte derzeit wirklich nicht viel davon, mich zu sehr auf einen Stil zu beschränken.


Playing Kid

 

compagnon: Wenn du in den Straßen unterwegs bist, zu welcher Tageszeit bekommt man dich dort zu Gesicht?

Feyzi Demirel: Immer, außer nachts! Ich weiß, dass es auch sehr gute Ausnahmen gibt, aber für mich persönlich funktioniert meine Fotografie nur mit Tageslicht. Vielleicht ist es auch mein Hang zum Natürlichen, ich blitze auch ungern.

 

Train Rider

 

 

compagnon: Nach dieser Aufnahme gibt es wohl auch dafür Ausnahmen. Sehr gelungen. Wo wir schon beim blitzen sind: Welche Ausrüstung hast du auf den Straßen der Welt immer bei dir?

Feyzi Demirel: Offen gesprochen ist die einzige Konstante mein little messenger. Zu Hause bin ich fast täglich mit meiner analogen Leica M6 unterwegs, auf Reisen und für spezielle Projekte verlasse ich mich auf eine Fujifilm X-T1 mit diversen Objektiven und auf eine Fuji X100T, meine Street Kamera.

 

compagnon: Das sind ausgezeichnete Kameras. Womit hast du denn angefangen? Woher kommt die Begeisterung für Fotografie?

Feyzi Demirel: Ganz einfach, so verhindert man am besten, dass es Aufnahmen von einem selbst gibt. *grinst* Nein im Ernst, als erstes hatte ich eigentlich ständig die Familien-Videokamera in der Hand. Da war der Wunsch und Weg zu einer Fotokamera nicht mehr weit, die ich zum Glück auch mit ca. 13 Jahren geschenkt bekommen habe. Eine Canon T50 Spiegelreflexkamera, die nach jahrelanger Nutzung erst in Schränken verschwand und schließlich in einer digitalen Euphorie in der Bucht (eBay). Was für eine Fehlentscheidung

Underground Istanbul

 

compagnon: Wir fragen Fotografen und fotoaffine Künstler gern nach eventuellen Lieblingsaufnahmen, sei es aus ihren eigenen oder fremden Werken…

Feyzi Demirel: Eine Lieblingsaufnahme habe ich nicht, aber ich liebe die Fotoserie von Thomas Hoepker über Muhammed Ali. Diese ausdrucksstarken Fotos geben mir jedes Mal das Gefühl, in Alis Seele schauen zu können. Darüber hinaus gibt es noch so viele Fotos, Serien, Fotografen, die mich inspirieren und wofür ich dankbar bin, dass es diese gibt.

 

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compagnon: Fotografie hat sehr oft mit Wünschen, Sehnsüchten und Zielen zu tun. Wie sieht es mit deinen aus?

Feyzi Demirel: Das Wichtigste ist für mich, dass ich den Spaß an der Fotografie nicht verliere und weiter das fotografieren kann, was ich gerne möchte. Bei mir steht nun die Veröffentlichung meines ersten Fotobuchs an, darauf habe ich lange hin gearbeitet und möchte das auch gern in Zukunft weiter verfolgen. Eine eigene Ausstellung wäre ein weiteres Ziel für meine Arbeit.
Ach ja, und es wäre schön, wenn die technische Entwicklung ein wenig langsamer voranschreitet, das dürfte meiner Geldbörse weniger Schmerzen bereiten und meine Frau freuen.

 

compagnon: Wir danken dir für deine offenen Antworten und für die Zeit du dir genommen hast. Für deine Pläne rund um deine Fotobücher und die geplante Ausstellung drücken wir dir fest die Daumen und wünschen dir natürlich weiterhin viel Spaß mit deinem treuen street photography compagnon.

 

Mehr von Feyzi Demirel und seinem ersten Bildband findest du auf www.feyzidemirel.com

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