compagnon hand-made camera bags for creatives

compagnon der Inspiration – Teil 10:
Ethan Lee

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Die compagnon Talents sind Profis, Halbprofis oder Amateure,
stammen aus verschiedensten Ecken der Welt
und arbeiten in wieder anderen.
Und sie standen für compagnon in einem kurzen Interview Rede & Antwort.
Zwei Dinge haben sie alle gemeinsam:
Sie haben großes Talent und schätzen Begleiter von compagnon.

Unser heutiger Gast könnte kaum internationaler
und vielseitiger sein. In Taiwan geboren, lebt
und arbeitet derzeit in Großbritannien. Wenn ihr
schon einmal eine Aufnahme eines atemberaubend
ausgestatteten Luxus-Penthouses bestaunt habt,
war das womöglich eine Arbeit von unserem

compagnon der Inspiration“ – Teil 10

Ethan Lee

 

Kurzportrait

Ethan, 1985 in Taiwan geboren, arbeitet als Interieur Fotograf in London. Doch selbst seine Aufnahmen außerhalb dieses Genres heben Augenbrauen, was ihm Bereits einen Sieg beim Nikon Photo Contest eingebracht hat. Als wir Ethan fragen, woher seine Liebe zur Fotografie rührt, zitiert er den Autor Guy de Maupassant, welcher den Eiffelturm immer als Schandfleck seiner Heimat Paris gesehen hatte. Dennoch aß Guy jeden Tag im Restaurant im Turm. Als man ihn fragte warum, sagte er dies sei der einzige Ort von dem aus man diese Struktur nicht ansehen müsse. So hält es Ethan mit der Fotografie, er ist gern ein Teil davon um nicht selbst ein Subjekt darin sein zu müssen.

compagnon: Ethan, toll dich bei uns zu haben. Du bist uns durch einen Schnappschuss von deinem compagnon backpack in London aufgefallen. Auf diesem Bild lag auch eine DSLR im Frame. Können wir annehmen, dass du nur digital unterwegs bist?

Ethan Lee: Hi, schön hier zu sein. Ja, so ungefähr sieht es aus. Die Industrie der Immobilien-Fotografie ist sehr schnelllebig. Typischerweise händigen wir unsere Arbeit binnen 24 Stunden an den Kunden aus. Allein aus diesem Grund wäre es schier unmöglich, analoge Technik zu benutzen. Außerdem haben die Kameras heute eine großartige Dynamic range, das hilft durchaus bei der Arbeit.
Es gibt noch zwei Filmkameras, die ich mir erhalte, aber diese nutze ich nur wenn ich ein „film exchange“ Projekt betreibe.

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compagnon: Deine Immobilien-Fotografie passiert größtenteils in geschlossenen Räumen. Ist die Tageszeit für deine Arbeit überhaupt wichtig?

Ethan Lee: Als Künstler sind die Lichtbedingungen draußen für mich schon wichtig, da ziehe ich neblige Nächte absolut vor. Ich ziehe umher und beobachte, wie das Licht sich auf großartige weise formen lässt. Die Welt sieht so unwirklich aus. Lediglich die kalte Luft erinnert mich dann daran, dass alles vor mir kein Traum ist. Die Vorstellungskraft fließt quasi mit dem Nebel durch die Luft. Eins meiner Lieblingsbilder wurde in genau so einer Nacht aufgenommen.

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compagnon: Mit diesem Gedanken im Hinterkopf schränken wir deine künstlerischen Träume doch gleich mal ein. Du darfst auf kurzen Fototrip nur eine Kamera und ein Objektiv mitnehmen. Für welche Ausrüstung entscheidest du dich?

Ethan Lee: Ganz ernsthaft, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich meine Leica M9p mit dem 50mm Summicron schnappen würde. Ich liebe Street Fotografie, auf den Straßen verschiedener Länder Fotos zu machen hat mir schon immer einen riesen Spaß gemacht. Mit der Leica kann ich das tun ohne viel Aufsehen zu erregen und man muss nicht viel Nachdenken während man sie verwendet. Alles was es zu tun gilt ist, es zu genießen.

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compagnon: Du besitzt einen compagnon backpack also könntest du weit mehr mitnehmen, wenn du möchtest. Wenn du mit ihm verreist, was hast du dann dabei?

Ethan Lee: Wenn es um eine ausgewiesene Fotoreise geht, habe ich auf jeden Fall eine DSLR mit einem Nikon 70-200mm dabei. Zudem eine 58mm f1.4 und eine 35mm f2 Festbrennweite. Mit diesen Objektiven kann ich rund 95% meiner fotografischen Themen abdecken. Wenn die Reise eher zu Arbeitszwecken ist, habe ich ein 14-24mm Zoom und ein 24mm Tilt-Shift dabei.

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compagnon: Deine Arbeit hat Anerkennung in vielen Bereichen der Fotografie erhalten. Du hast bewiesen, dass du mit diversen Bedingungen und Genres gut zurecht kommst. In diesen Situationen lernt man viel über sich selbst, gibt es einen Tipp oder Ratschlag, denn du mit Anderen teilen möchtest?

Ethan Lee: Sei immer neugierig. Das ist absolut unerlässlich. Idealerweise solltest du deine Kamera immer dabei haben. Und setze den Objektivdeckel niemals wieder auf bevor du wieder zuhause bist.

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compagnon: Das klingt ja ganz machbar. Dein Zitat von Maupassant hat uns gezeigt, dass du dich lieber hinter der Kamera hältst als selbst davor zu stehen. Das ist aber doch sicherlich nicht der einzige Antrieb für deine Arbeit in der Fotografie, oder?

Ethan Lee: Ich mache Fotos wenn ich traurig bin oder mich einsam fühle. Dann fühlt sich Fotografie wie eine emotionale Ausflucht oder ein Ventil an. Ich könnte damit nicht aufhören, selbst wenn ich es wollte. Es macht süchtig. Und ich bin sehr glücklich, dass es so ist.

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compagnon: Wir wollen dir nicht wünschen, dass du in Zukunft extra traurig bist damit es mit deinen Fotos weiter bergauf geht. Welche Pläne hast du?

Ethan Lee: Ich glaube ich würde gern etwas ehrenamtliche Arbeit für eine nicht-staatliche Organisation übernehmen. Meine Aufnahmen dazu nutzen, um den Menschen zu zeigen, was am anderen Ende der Welt passiert. Fotos die tausend Worte ersetzen können. Wenn die eigene Arbeit einen bedeutungsvollen Beitrag leistet muss das etwas Besonderes sein.

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compagnon: Danke für das tolle Gespräch, Ethan. Wir werden weiterhin im Auge behalten, wohin es dich verschlägt und welche Arbeiten wir noch von dir erwarten können. Alles Gute!

 

Alle Fotos in diesem Beitrag wurden uns von Ethan Lee zur Verfügung gestellt
und unterliegen dem Urheberrecht.
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