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compagnon der Inspiration - Teil 6: Brian Caissie

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Unser Gast in diesem Monat sollte dem ein oder anderen
Magazin-Leser sehr wohl bekannt sein, denn er prägt den Look
dieser Seiten schon seit weit über einem Jahrzehnt.
Ungewöhnlich ist dabei nur, dass er seinen ersten compagnon
mehr oder minder zufällig gewonnen hat.
Die Resultate und das finale Bild sind sein Fokus, den er nun
mit einem little messenger verfolgt.
Wir freuen uns auf das Gespräch mit:

compagnon der Inspiration“ – Teil 6 

Brian Caissie

 

Kurzportrait

Brian Caissie ist nicht gerade neu in der Profi-Fotografie, der Kanadier steht seit über 15 Jahren als Fotograf und Photo Editor im Dienst populärer Magazine, etwa 100 Ausgaben tragen seine Handschrift bereits. Seine Erfahrung im Bereich der Reise-, Sport- und Portrait-Fotografie haben sicher Anteil daran, dass er im Juni mit einem Foto der Skater-Legende TJ Rogers den Photo of the Month Award by Red Bull Photography gewinnen konnte.

compagnon: Hi Brian, schön dich als Gast bei uns zu haben. Du bist schon lange in der Fotografie unterwegs. Daher gibt es sicher vieles, was unsere Leser von dir wissen wollen. Was sofort ins Auge fällt ist dein entspannter Look den du ja auch an deinem little messenger magst. Wie wichtig ist dein Style & deine Kleidung für deine Arbeit?

Brian Caissie: Ich kleide mich normalerweise sehr dezent und einfach, für gewöhnlich liege ich echt oft auf dem Boden oder klettere Bäume hoch usw. Ich suche auch das Abenteuer mit und bei meiner Arbeit. Wenn ich in fremden Ländern unterwegs bin, möchte ich auch nicht wirklich auffallen. Zudem klebe ich gern Tape auf meine Kamera und meine externen Blitze, damit diese besonders billig und einfach aussehen.

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compagnon: Das ist wirklich mal was Neues. Quasi der Tarn-Anzug für das Profi-Equipment. Die Bilder, die du uns mitgebracht hast, stammen ja wirklich aus aller Herren Länder. Reist du bewusst leicht & kompakt wenn es um Equipment geht oder nimmst du alles mit was geht?

Brian Caissie: Also meine neue Fuji X100 haut mich immer wieder vom Hocker. Ich finde es praktisch, dass ich mit ihr die externen Blitze bei jeder Geschwindigkeit synchronisieren kann, ein Vorteil des spiegellosen Setups. Außerdem ist sie klein und hat kein Verschlussgeräusch, man kann sie lautlos benutzen. Zudem habe ich dann noch ein Notizbuch bei mir, für Ideen oder einen Shooting Plan für eine neue Location.

 

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compagnon: Heißt das, dass du glaubst ein ambitionierter Fotograf braucht nicht viel mehr als solch eine Ausrüstung um gute Ergebnisse zu erzielen?

Brian Caissie: Das kommt drauf an, aber im Großen und Ganzen schon. Ein Notizbuch ist viel wichtiger als Viele glauben, auch ein Lichtmesser kann einen Unterschied machen. Ein wahrer Fotograf schafft es, eine Geschichte zu erzählen und diese gut aufzubauen. Ein einzelnes gutes Bild zu schießen, das schafft jeder.

 

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compagnon: Ist diese Story-Telling ein Element, welches dir bei deinen Vorbildern wichtig ist? Sofern du welche hast…

Brian Caissie: Oh doch, es gibt schon manche die ich aus verschiedenen Gründen bewundere. Etwa Nadav Kander, Peter Beard oder Thomas Prior, deren Leben und ihre Stile sind durch und durch kreativ. Ein Leben in einem schönen Umfeld, umgeben von Menschen die ähnlich drauf sind wie man selbst, das klingt nach einer guten Wahl, finde ich.

compagnon: Wenn dir uns deine Aufnahmen von diversen Kontinenten so ansehen, sind wir uns sicher bei dieser Arbeit lief nicht immer alles glatt. Lass uns mal eine Horror-Story hören. Was war das nervigste, anstrengendste Projekt an dem du je gearbeitet hast?

Brian Caissie: Ich würde sagen das war ein Trip nach China, wir waren eine große Crew. Wir waren einen Monat lang mit 20 Mann in Shenzhen, keiner beherrschte die Sprache und das sorgte für reichlich Verwirrung und Hektik. Allein z.B. ein Abendessen zu organisieren, wenn du weder richtig bestellen geschweige denn die Speisekarten lesen kannst.

 

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compagnon: Das klingt wirklich anstrengend. Sich zu erinnern ist das manchmal auch. Aber unsere Fans möchten immer gern wissen, mit welcher Technik unsere Talente ihre Laufbahn begonnen haben. Weißt du das noch?

Brian Caissie: Klar, das war eine Pentax K1000, diese Kamera hat mich als Fotograf ganz sicher ordentlich geprägt. Sie war so simpel. Es gab eine Film-Einstellung, Blende und Verschluss. Das war’s. Heute verwenden die Leute die Hälfte ihrer Zeit für das Suchen in Bedien-Menüs anstelle sich auf ihren Verstand und ihr Können zu verlassen.

 

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compagnon: Du hast dir über die Jahre einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Du bist bekannt für Realismus, minimalen Fotoshop, du meidest sogar deine Bilder nachträglich zu beschneiden. Wenn wir dich um einen Tipp für unsere Leser bitten, damit sie ihre eigene Arbeit verbessern können, was rätst du ihnen?

Brian Caissie: Eine Sache ist wichtig: Hört auf darauf zu achten was Andere tun. Fotografiert was ihr mögt und habt Spaß diese Aufnahmen zu machen. Nur auf diese Art findet ihr einen Style der allein euch gehört und euch von anderen abhebt.

 

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compagnon: Brian, es war klasse dich bei uns zu haben. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit deiner Arbeit und hoffen, du kannst dir noch einige deiner Träume erfüllen. Danke für deine Einladung in dein Haus auf Hawaii, an dem du derzeit noch arbeitest. Wir bringen die Zutaten für das Barbecue mit, wenn es soweit ist. Alles Gute!

Die Bilder in diesem Beitrag wurden uns von Brian Caissie zur Verfügung gestellt.
Die Aufnahmen sind urheberrechtlich geschützt. Die alleinigen Rechte liegen bei Brian Caissie.
Mehr von Brian Caissie auf www.briancaissie.com , auf Instagram oder Tumblr

The interview was translated from English. See the original version.